Was wir tun

Jeder Bachelor kann an der RWTH auch den Master machen!

Jetzt, da die ersten Bachelor mit ihrem Studium fertig geworden sind und gerne an der RWTH ihren Master machen würden, zeigen sich nach und nach immer größere Probleme. Zunächst einmal fängt es damit an, dass einem niemand sagen kann, wann man wo was machen muss, um sich in den Master einschreiben zu können. Wir arbeiten daran, dass transparente und unbürokratische Möglichkeiten geschaffen werden, sich für den Master einzuschreiben.

In vielen Masterstudiengängen wird zumindest ein Teil der Vorlesungen auf Englisch stattfinden. Grund genug für unsere Hochschule von allen Studis in diesen Studiengängen einen TOEFL-Test fordern zu wollen. Wir halten das für vollkommen übertrieben. Wer in der Schule neun Jahre lang Englisch Unterricht hatte, sollte eigentlich gut genug Englisch verstehen, um einer Vorlesung folgen zu können. Und falls das nicht der Fall ist, hilft ein Test auch nicht weiter. Viel mehr bräuchte man dann auf die Anforderung der einzelnen Fächer zugeschnittene Sprachkurse. Wir arbeiteten in der Satzungskommission und den Prüfungsausschüssen daran, dass der TOEFL-Test nicht zu einer bürokratischen Hürde wird.

Auch wollen viele Fakultäten den Zugang zum Master mit einer Notengrenze versehen. Wer einen schlechteren Bachelor als 2.5 hat soll gefälligst an eine andere Uni wechseln. Für uns ist vollkommen klar: Jeder der an der RWTH einen Bachelor gemacht hat, soll hier auch seinen Master machen können. Dank unseres beharrlichen Einsatzes kommt diese Einstellung nun auch im Rektorat an.

Der neue Bachelor: 80 Stunden Spaß pro Woche?

Viele von euch studieren schon in einem Bachelor-Studiengang, und die meisten von euch werden festgestellt haben, dass das alles andere als blau machen heißt. In dem einen oder anderen Studiengang kommen da auch häufig mal 60 Wochenstunden zusammen, aber auch 80 Stunden pro Woche sind für Spitzenzeiten realistisch. Na wenn das kein Spaß ist… Im Senat setzen wir uns dafür ein, dass eure Studiengänge studierbar werden, also eure Arbeitsbelastung sich endlich den 40 Stunden pro Woche nähert, die im Bologna-Prozess vorgesehen sind.

Und was ist eigentlich aus der vielversprochenen Mobilität geworden? In den Diplom und Magisterstudiengängen funktionierte der Austausch über ERASMUS und Stipendien ins Ausland sowie zwischen den Universitäten in Deutschland, weil es Übereinkünfte gab, dass beispielsweise ein abgeschlossenes Vordiplom überall in Deutschland anerkannt wird oder für ERASMUS reicht. In Bachelor und Master sind wir noch weit davon entfernt. Wir setzen uns dafür ein, dass die Beratung in der Hochschule und den Fakultäten besser wird und auf alle Studiengänge abgestimmt ist. Wir arbeiten zusammen mit dem Prorektor für Lehre und den Studiendekanen an Lösungen, dass ihr auch in Bachelor und Master endlich ins Ausland könnt, ohne dafür die ganze Hochschule auf den Kopf stellen zu müssen. Bachelor und Master sollten Dein Studium eigentlich internationaler und interessanter machen. Und nicht dafür sorgen, dass Du Dir die Nächte bis zum nächsten Abgabetermin um die Ohren schlagen musst.

Im Senat sorgen wir dafür, dass die Hochschule uns Studis, nicht aus dem Blickfeld verliert. Damit Bachelor und Master an der RWTH Spaß machen!

Studiengebühren: besser nur für Lehre!

Im Jahr 2006 hat der Senat der RWTH mit knapper Mehrheit den Höchstsatz Studienbeiträge an unserer Hochschule eingeführt und um daran was zu ändern fehlen uns die Stimmen der Professoren. Daher sorgen wir dafür, dass mit unserem Geld kein Schindluder getrieben wird. So werden Studienbeiträge an der RWTH nicht im Ofen verheizt.

In unseren Fakultäten sorgen wir dafür, dass euch die Studiengebühren direkt zu Gute kommen, in Form von Kleingruppen, auch vor der Klausur, mehr und gezielteren Sprechstunden und besserer Betreuung insgesamt. In der Hochschule sorgen wir dafür, dass die Bibliothek euch die Literatur zur Verfügung stellt, die ihr fürs Studium braucht und dass euch Lernplätze zur Verfügung stehen. Um euch das Rüstzeug für Referate, Abschlussarbeiten und Ähnliches zur Verfügung zu stellen, bietet das Rechenzentrum mit doIT Kurse, in denen ihr den Umgang mit LaTeX und Microsoft Office lernt. Und damit die Studiengebühren überhaupt eine Chance haben ihrem gesetzlich Anspruch gerecht zu werden, dass ihr schneller mit dem Studium fertig werdet, bietet euch die Zentrale Studienberatung Kurse zur Klausurvorbereitung, neben der gezielten fachlichen Klausurvorbereitung durch die Institute in euren Fakultäten.

Studium bis Weihnachten fertig? Die Gebühren gibt’s zurück!

Es ist fast unmöglich mit seinem Studium genau zum Ende eines Semesters fertig zu werden. Denn niemand möchte sich z.B. bei der Anmeldung der Diplomarbeit nach einer Semestergrenze als Datum richten. Leider hat das aber den Nachteil, dass man dann 500 Euro Studiengebühren für ein Semester zahlt, in dem man im schlimmsten Fall nur einen einzigen Tag studiert hat. Bis vor kurzem gab es unterschiedlichste Regelungen für eine Rückerstattung der 500 Euro in so einem Fall. Für die meisten Studis galt eine Frist von einem Monat, den man überziehen durfte.

Wir, die studentischen Senatorinnen und Senatoren, fanden das keine gute Regelung. Daher haben wir in der Satzungskommission eine faire Lösung vorbereitet und am 23.04.09 einstimmig im Senat gemeinsam verabschiedet. Wer innerhalb von den ersten drei Monaten eines Semesters (Stichtage 30.06. und 31.12.) die letzten Prüfungsleistungen erbringt, bekommt die für das angefangene Semester gezahlten 500 Euro Studiengebühren erstattet.

Das gilt auch dann, wenn es sich um mehrere Prüfungen handelt, die in diesen drei Monaten noch abgelegt werden. Eine Abschlussarbeit wie Diplom-, Magister-, Master- oder Bachelorarbeit ist dabei genauso als Prüfungsleistung gemeint wie eine Klausur oder mündliche Prüfung, die noch fehlt. Allerdings gilt diese Regelung nur, wenn man in keinem weiteren Studiengang eingeschrieben ist, und sie kann auch nur einmal pro Studi (nicht einmal pro Studium) in Anspruch genommen werden.

Wir brauchen an dieser Hochschule auch zukünftig faire und konstruktive Lösungen – dafür werden wir uns gerne ein weiteres Jahr einsetzen!

Sprachkurse bleiben kostenlos. Und zwar für alle!

Sprachkurse sind wichtig und sollten allen Studierenden in ausreichender Zahl und vor allem kostenfrei angeboten werden. Das halten sicherlich nicht nur die Studis an der RWTH für wichtig. Trotzdem tauchte vergangenes Jahr plötzlich eine “Entgeltordnung” auf, nach der jeder Studi mindestens 50 Euro für seinen Sprachkurs bezahlen sollte, wenn er nicht in seinem Lehrplan vorgeschrieben ist.

Daher mussten deine studentischen Senatorinnnen und Senatoren umgehend handeln, noch bevor die ersten 50 Euro kassiert würden. Wir setzten uns innerhalb weniger Tage zuerst mit der Hochschulverwaltung zusammen, dann mit dem Rektorat, dem Dekan der Fakultät 7 und dem Sprachenzentrum. Das Ergebnis war eindeutig – kein Studi muss für seinen Sprachkurs bezahlen! Unser Änderungsvorschlag wurde dabei 1:1 von der Verwaltung in die Ordnung übernommen.

Auch in Zukunft wird das Sprachenzentrum im Blick deiner Senatorinnen und Senatoren bleiben und wir werden gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungen für bessere und umfangreichere Angeboten entwickeln und umsetzen.

Und noch viel mehr…

Natürlich haben wir noch viel mehr für euch in der Hochschule getan, wie z.B. die Mitarbeit beim Zukunftskonzept Lehre, bei der Exzellenzinitiative in der Lehre, bei der Schaffung von Lernräumen, der Mitwirkung bei Planungen von Baumaßnahmen, bei der Entwicklung des neuen Campus, bei einer neuen und effektiven Evaluationsordnung. Auch für ein weiteres Jahr haben wir uns viel vorgenommen und möchten es gerne mit eurer Unterstützung in der Hochschule umsetzen!